Tiroler Faschingsbräuche - der traditionelle Egetmannumzug in Tramin
Jeweils am Faschingsdienstag in allen ungeraden Jahren findet in Tramin die wohl bekannteste Faschingsveranstaltung Südtirols statt: Der Traminer Egetmann Umzug! Beim Umzug wird eine Bauernhochzeit und das tägliche Leben der Bauern dargestellt. Eine Puppe, der Egetmann Hansl, bekleidet mit Frack und Zylinder, steht im Mittelpunkt des bunten Treibens. Seine Begleiter, die Ratsherren, sowie seine Braut, dürfen wie alle Egetmann Umzugs- Darsteller traditionsgemäß nur von Männern dargestellt werden. Das bizarre Brautpaar wird in einer schwarzen Pferdekutsche durch das Dorf gefahren.
Begleitet wird die Hochzeitsgesellschaft von Bauern und Knechten, die mit Sensen und anderen Arbeitsgeräten, wie der Egge, mundartlich Eget genannt, ausgestattet sind. Von der Eget rührt auch der Name des Umzugs her. Die Burgln und Burgltreiber auf dem Umzug haben rußgeschwärzte Gesichter und Hände und tragen auf dem Rücken eine Kraxe mit einer Puppe, ihrem Kind. Von Weitem machen Sie mit Schellenlärm auf sich aufmerksam. Aufgepasst, wenn Sie Ihnen auf dem Umzug begegnen - schon oft ist so mancher Besucher rußgeschwärzt vom Egetmann Umzug nach Hause zurückgekehrt!
Was die Schnappviecher oder Wudelen, wie sie von den Einheimischen genannt werden, sind, wird heute nicht verraten: Kommen Sie selbst am 24. Februar 2009 nach Tramin an der Südtiroler Weinstraße und finden Sie es selbst heraus auf dem berühmten Egetmann Umzug!

