Südtiroler Zeichnungen als Grenzerfahrungen: Ausstellung in Bruneck
Flüchtige Skizze, Studie zu einer Komposition, Karikatur, penibel ausgeführtes Bild: Weit gespannt ist das Ausdrucksmittel Zeichnung und nicht zuletzt aufgrund ihres geringen materiellen Aufwandes so faszinierend.
Das Stadtmuseum Bruneck widmet diesem Medium im Rahmen der “60 Jahre Südtiroler Künstlerbund” eine breit angelegte Schau. “Grenzüberschreitungen. Zeichnung in Südtirol nach 1945″, nennt sich die Ausstellung und zeigt zeichnerische “Grenzüberschreitungen” von 26 Künstlern und Künstlerinnen.
Bei einigen sieht man ein eher vorsichtiges Tasten nach Neuem, bei anderen – wie etwa Karl Plattner – einen ständigen Kampf um aus der “Enge” auszubrechen, bei Oswald Oberhuber wiederum ist die “permanente Veränderung” im Mittelpunkt. Kurz vor der ganz großen Grenze, acht Tage vor seinem Tod (1971), ist die Pastellzeichnung „Noch ist Leben“ von Hans Ebensperger entstanden.
Folgende Künstler stellen im Brunecker Stadtmuseum aus: Hans Prünster, Karl Plattner, Peter Fellin, Willy Valier, Paul Flora, Robert Scherer, Hans Ebensperger, Berty Skuber, Karin Welponer, Alrun Prünster-Soares, Hans Knapp, Matthias Schönweger, Annemarie Laner, Arnold Dall’O, Lois Anvidalfarei, Sylvie Riant, Julia Bornefeld, Robert Bosisio, Christian Reisigl, Brigitte Mahlknecht, Roland Senoner und Letizia Werth, Oswald Oberhuber, Walter Pichler, Markus Vallazza und Gotthard Bonell.

