Motorradfahren in den Dolomiten – den Südtirolern wird es zu laut
In Alta Badia, wo erst letzte Woche George Clooney weilte, macht sich Unmut breit: Rasende Motorradfahrer erzeugen so viel Lärm, dass Bergsteiger ihre Seilgefährten nicht mehr hören können. Wie man die Ruhe im Tal wiederherzustellen gedenkt.
Michil Costa, Hotelier und Präsident der “Union Generela di Ladins dla Dolomites“, bringt die Sachlage auf Anfrage des Onlinemagazins tirol.com auf den Punkt: Ihm zufolge würden die Motorradfahrer von einem Pass rasen, kurz ein Foto schießen und dann schnell wieder über alle Berge sein. Das alles aber viel zu schnell und viel zu laut. Ein Umstand, den die Ladiner bald nicht mehr gut heißen wollen.
Immer mehr Motorradfaher jagen in der Sellarunde um den berühmten Dolomitenstock, scheinbar ohne Rücksicht auf Abgase und Lärm. Und der ist mittlerweile so groß, dass Bergsteiger die Zurufe ihrer Kameraden nicht mehr hören, weshalb sich einige Bergführer bereits weigern, Touren in die Dolomitenberge zu wagen.
Gerade die Dolomiten sind bei Einheimischen und Gäste ob Ihrer Schönheit, Ruhe und Ausblicke bekannt und beliebt. Immer wieder aufs Neue rufen sie Faszination hervor und wecken den Pioniergeist der Bergsteiger. Lärm und Abgase stören die Idylle nun aber sehr.
Um wieder Ruhe ins Tal einkehren zu lassen und die ungestörte Bergwelt wiederherzustellen, wurde bereits eine Pässemaut angedacht, denn eine Schließung der Pässe komme laut Costa nicht in Frage. Umweltschützer fordern verstärkte Verkehrskontrollen und die Schaffung durchgängiger Tempolimits auf allen Dolomitenstraßen, wohl der beste Weg aus der verquickten Lage.
Infos zur Ferienregion rund um die Dolomiten unter www.altabadia.org.

