Ein Morgentraum auf Schloss Tirol

Einen Einblick in das künstlerische Schaffen des Landschafts- und Portraitmalers Friedrich Wasmann gibt das Landesmuseum Schloss Tirol ab Freitag mit der Ausstellung “Ein Morgentraum”.

Eigentlich wollte der Hamburger Maler Friedrich Wasmann 1830 auf seiner Reise nach Italien in Meran nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Geworden ist ein lebenslanger Aufenthalt, in dem zahlreiche Landschaftsstudien und Porträts entstanden sind.

Es waren die “jungfräuliche Landschaft” und die nach althergebrachten Sitten lebenden Menschen, die Wasmann zu seinem ungeplanten Aufenthalt in Meran bewogen haben. “Ich sah den Tag leise herandämmern über das unten liegende weite, prächtige Etschthal, Meran am Küchelberg, wie im Morgentraum liegend…”, schreibt Wasmann.

Die Ausstellung, die im Sommer im Landesmuseum Schloss Tirol zu sehen sein wird, bietet nun einen repräsentativen Querschnitt durch das Werk Friedrich Wasmanns, den Stefan George einmal als einen der “liebenswertesten deutschen Künstler des 19. Jh.” bezeichnet hat. Werkbeispiele seiner Künstlerfreunde wie Friedrich Overbeck und Emil Victor Janssen sowie Hörbilder der von Wasmann porträtierten Südtiroler Bürger und Adeligen vermitteln ein allgemeines Bild der Zeit.