Grappa aus Südtirol – Wo es sie gibt & wozu sie hilft

BAuerngrappa von Roner. © RonerNusseler, Enzian, Kranebitter und Co. gehören zur Marende wie der Speck zum Schüttelbrot. Die hochgeistigen Stamperln sind aber nicht nur geschmackliche Renner, sondern vor allem bewährte Heilmittel für allerlei Wehwehchen.

Die eigentliche Heimat der Grappa ist Norditalien. Schon im 13. Jahrhundert wussten die Mönche um die Heilkraft von mit Kräutern versetzten Schnapses. Die Grappa tut nachweislich der Verdauung gut und wirkt bei Muskelkater und bösen Insektenstichen als Einreibung Wunder. Bald fanden sich in jedem Bauernhof einige Flaschen des kostbaren Getränks.

An den sonnigen Fensterbänken vieler Einheimischer stehen auch heute Treberschnäpse mit vielen Kräutern verfeinert. Einen „Nusseler“ etwa, Walnussschnaps, stellt man aus einem Liter Treber, 10 noch grünen Walnüssen, etwas Anis, Zimt und Zucker her. Alles wird zum Treber gegeben und muss vier Wochen an einem warmen Ort stehen und nach nochmals zwei Wochen Ruhezeit ist die Grappa fast perfekt. Nüsse und Kräuter werden weggesiebt und der Schnaps ist fertig.

Das langwierige Schnaps-Ansetzen kann man sich auch sparen. Echte Grappa kann man bequem und unter Qualitätsgarantie bei Südtiroler Weinbauern kaufen: bei Roner, der Kellerei Algund, bei Walcher und der Privatbrennerei Unterthiner.