Südtirol Wandertipp: Auf Schloss Greifenstein

Als Sausschloss wurde die heutige Burgruine berühmt. Bei Siebeneich liegt das einst herrschaftliche Schloss auf einem von allen Seiten steil abfallenden Bergsporn. Welche archäologische Bedeutung das Schloss hat, erfahren Interessierte am 17. Juni.

Vom Tal aus sieht die große Ruine wenig beeindruckend aus. Erst auf dem Gelände wird deutlich, dass die ehemals sehr starke Anlage ausgedehnt ist und durch eine weiter unten am Burgfels liegende große Vorburg geschützt war.
Auf dem Burgfelsen weisen Funde aus der späten Jungsteinzeit, der Bronz- und Eisenzeit auf Siedlungen und Kultplätze hin. Günther Kaufmann, Experte des Südtiroler Archäologiemuseums, weiß um die Bedeutung der Funde und erzählt den Teilnehmern während der halbtägigen Exkursion alles über die Burg.

Die archäologische Wanderung beginnt um 8.30 Uhr bei der Grundschule in Siebeneich und dauert rund zwei Stunden.
Archäologische Wanderung zum Schloss Greifenstein am 17. Juni.Wer mitwandern möchte, kann sich im Archäologiemuseum Südtirol, Museumsstraße 43, in Bozen unter der Rufnummer 0471 320120. Mitzubringen ist geeignetes Schuhwerk.

Hintergrund:
1158 wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt und Mitte des 13. Jahrhunderts zerstört. Im späten 14. Jahrhundert  gelangte die Burg in Besitz der Herren von Starkenberg. Den Namen Sauschloss erhielt die Burg, der Legende nach, als Freidrich IV. Die Burg über mehrere Wochen belagerte. Die Belagerten warfen Friedrich und seinem Heer ein gebratenes Schwein hinab, um zu zeigen, dass ein Belagerungserfolg durch Aushungern unmöglich sei. Die Belagerer sollen darauf hin tatsächlich abgezogen sein, nicht wissend, dass  das Schwein der letzte Proviant der Burgbesatzung war.