Psairer Schildhöfe: So lebten adelige Südtiroler Bauern

Saltauser Tracht. © www.museum.passeier.itWo das Leben der Bergbauern von der unmittelbar umgebenden Natur geprägt ist, zartrosa blühende Apfelwiesen das Tal säumen und das Leben auf dem Berg noch heute so scheint, wie vor 100 Jahren, ragen zwischen niederen Holzhöfen, beeinduckend große Schildhöfe hervor. 

Nur wenige Kilometer von der Kurstadt Meran entfernt öffnet sich das urig-authentische Passeiertal. Ein Ausflug zu den historisch wertvollen Schildhöfen ist eine besonders erlebnisreiche Reise in die Vergangenheit. Elf altertümliche Schildhöfe gibt es im Passeiertal, einige haben ausgesprochenen Burg-bzw. Schlosscharakter, andere wiederum ähneln mit Geranien geschmückt dem typisch Tiroler Bauernhausstil.

Im 13. und 14. Jahrhundert erwarben einige Bauern, besondere Adelsrechte wie Steuerfreiheit und das Recht Waffen zu tragen. Die Schildhofbauern dienten als Schildknappen unter den jeweiligen Grafen von Tirol im Kriegsfall. Die Bauernadeligen haben heute noch Fischereirecht in der Passer und tragen bei festlichen Anlässen mit der besonderen Tracht auf.

Besonders eindrucksvoll ist der Saltauserhof. In der Vergangenheit ein reicher Schildhof, heute ein liebevoll rennoviertes 4 Sterne Hotel. Wo einst Andreas Hofer, Tiroler Volksheld, seine Feinde gefangen hielt, ist heute Wellness pur angesagt.

Auch Schildhof Haupold bewirtet heute Gäste, Schildhof Lanthaler hingegen ist ein urig-echter Südtiroler Hof des 13. Jahrhunderts. Weitere Höfe hören auf die uralten Namen Granstein, Ebion, Psairer, Buchenegg, Baumkirch, Gereuth, Steinhaus, Happerg und Gomion.