Nächtliche Kronplatztour

Nacht in den Bergen. © sxcSkitourenlaufen soll nicht nur ein Genuss sein, sondern fast schon Meditation. Wie sich Skitourenlauf aber für untrainierte Laien anfühlt, lesen Sie hier.
Es ist 20.00 Uhr, der Wind weht kühl den Schnee der Schneekanonen ins Gesicht, als wir bei der Marchnerhütte am Kronplatz den Skitourenaufstieg auf den Kronplatz wagen wollen. Ich selbst bin zum ersten Mal mit dabei, hab mich noch kaum an die Felle und lange Tourenstöcke gewöhnt und schon geht es los.

Knappe zwei Stunden soll der „gemütliche“ Aufstieg dauern, ein Erlebnis soll es sein, nächstens zu laufen. Kaum eine viertel Stunde unterwegs, komme ich das erste Mal außer Atem, zu schnell bin ich gestartet. Langsam geht es weiter, die Gruppe wartet, denn die Vorsicht mahnt zum Zusammenhalt.

Keuchend und doch vom Ehrgeiz und Hunger getrieben, den Gipfel zu erreichen, muss ich noch einige Male Rast einlegen bis ich endlich meinen Rhythmus finde und etwa 50 Meter vor uns das Licht der Hütte entdecke.

Die letzten Meter sind eine Qual, aber die Mühe hat sich gelohnt. Stolz blicke ich um mich und staune über den fantastischen Sternenhimmel, als wir uns mit Pasta und Bier von den Strapazen erholen und später mit Übermut ins Tal sausen.