Ötzis letzte Geheimnisse gelüftet
Unfruchtbar soll der Mann aus dem Eis möglicherweise gewesen sein. Und verwandt mit Ladinern und Ötztalern außerdem.
Dass die Gletschermumie einst Ladiner oder Ötztaler gewesen sei, ist jedoch unwahrscheinlich. Franco Rollo, Experte für antike DNS, konnte lediglich herausfinden, dass Ötzis Erbgut Ähnlichkeiten mit den DNS Grundmustern der Bewohner der abgelegenen Seitentäler aufweist. Er untersuchte über drei Jahre lang die Mumie im Archäologiemuseum in Bozen.
Weit interessanter scheint die Tatsache, dass der Mann aus dem Eis möglicherweise unfruchtbar gewesen sei. Zu diesem Schluss gelangte Rollo, nachdem er nachweisen konnte, dass der steinzeitliche Alpenüberquerer eine eingeschränkte Spermienmobilität hatte. Somit blieb dem kinderlosen Mann aus dem Eis eine gute soziale Stellung verwehrt, da diese eng mit Kinderreichtum verbunden war.
Franco Rollo hat seine Erkenntnisse in aller Ausführlichkeit in der Februarnummer des “American Journal of Physical Anthropology” veröffentlicht, wie das Landespresseamt berichtet.

