Für den perfekten Südtirol-Urlaub: Echt gut & echt peinlich
Was man in Südtirol unbedingt machen und was man unbedingt vermeiden sollte
Es ist manchmal nur ein kleiner Schritt von der gutgemeinten Geste bis zum Fettnäpfchen. Auch in Südtirol kann man sich schnell profilieren oder auch blamieren. Hier finden Sie einige Tipps wie Sie zwischen Brenner und Salurn eine Bella Figura machen.
Gute Idee
Es müssen nicht immer die bekannten Sehenswürdigkeiten sein. Es gibt in Südtirol viele unbekannte landschaftliche Schönheiten, die entdeckt werden wollen. Der verschwiegene Fennberg im Süden oder das urige Sarntal zum Beispiel. Verlassen Sie ruhig mal ausgetretene Pfade. Es lohnt sich.
Gutes Essen ist für die Südtiroler Teil der Alltagskultur. Passenderweise gibt es jede Menge Gourmetrestaurants. Aber mindestens genauso wichtig sind die traditionsreichen Wirtshäuser, die die gute alte bäuerliche Küche pflegen. Und die sollten Sie keinesfalls versäumen. Ein Schöpsernes, Tirtlan und eine gute Flasche Wein. Mehr braucht man zum Glück nicht.
Hektik und Nervosität ist dem Südtiroler eher fremd. Auch im Restaurant. Wenn es etwas länger dauert, kein Problem. Man geht nicht nur aus, um zu essen sondern auch um Menschen zu treffen. Bleiben Sie souverän und entspannt, wenn es mal länger dauert.
Manchmal grüßen Sie wildfremde Menschen auf der Straße. Kein Grund zur Beunruhigung. Die wollen Ihnen auch nichts verkaufen. In vielen Bergdörfern und auf Wanderwegen ist es üblich, dass man sich nach gutem alten Brauch grüßt, auch wenn man sich noch nie begegnet ist. Erwidern Sie ruhig den Gruß. Das kostet nichts und beschert oft ein freundliches Lächeln.
Es müssen nicht immer die bekannten Sehenswürdigkeiten sein. Es gibt in Südtirol viele unbekannte landschaftliche Schönheiten, die entdeckt werden wollen. Der verschwiegene Fennberg im Süden oder das urige Sarntal zum Beispiel. Verlassen Sie ruhig mal ausgetretene Pfade. Es lohnt sich.
Schlechte Idee
Ein wenig Italienisch ist ja nett. Aber übertreiben sollte man nicht. Mit Ciao grüßt man nur Bekannte und Freunde. Nicht aber den Kellner oder Gastwirt und andere Respektspersonen, sofern Sie nicht mit denen gut bekannt sind. Genauso können Sie die Kassiererin im Supermarkt auf die Wange küssen
Wer extra im Restaurant einen trockenen Wein bestellt, macht sich eher lächerlich. Vor allem in der gehobenen Gastronomie. Dass der Wein trocken ist, kann man voraus setzen.
Das Glaserl Rotwein am Vormittag. Nur dann empfehlenswert, wenn Sie als notorischer Säufer auftreten wollen.
Spaghetti mit Gabel und Löffel zu verspeisen, ist ausgesprochen unfein. Ebenso Nudeln als Beilage oder Eiswürfel zum Wein. Wer im Restaurant „Törggelen“ bestellt, muss damit rechnen, dass der Kellner einen Heul- oder Lachkrampf bekommt. „Törggelen“ ist kein Gericht sondern ein alter Südtiroler Brauch.
Italienischen Kaffee trinkt man ja mittlerweile von Kapstadt bis Hammerfest. Fragt sich nur wann und wie. Nach dem feinen Essen ordern Sie einen Cappuccino oder, schlimmer noch, einen Latte Macchiato. Für jeden Genießer eine Barbarei. Zeigen Sie Stil und bestellen Sie einen Espresso.
Eine Bergtour ist anstrengend und bringt einen gehörig ins Schwitzen. Wie gut wenn man Wechselkleidung dabei hat. Aber bitte nicht im Lokal oder auf der Terrasse umkleiden. Das ist ähnlich kultiviert wie ein Kirchenbesuch in der Unterhose.

